Was ist ein Corporate Influencer?
Eine Person aus einem Unternehmen, die in sozialen Netzwerken unter eigenem Namen über ihre Arbeit, ihr Fachgebiet und ihren Arbeitgeber spricht. Anders als klassische Influencer wird sie nicht für Reichweite gebucht, sondern wirkt durch Nähe und Fachwissen.
Was macht ein Corporate Influencer?
Er oder sie teilt Neuigkeiten aus dem Betrieb, erklärt Abläufe, beantwortet Fragen und gibt Einblicke, die eine Firmenseite selten bietet. Das geschieht meist nebenbei, etwa mit einem Beitrag zu einem Projektstart oder einer offenen Stelle.
Was ist ein Corporate Influencer Programm?
Ein geplanter Rahmen, in dem ein Unternehmen freiwillige Mitarbeitende beim Posten unterstützt: mit Zielen, Spielregeln, Schulung, Inhalten und Auswertung. In Konzernen umfasst das oft eigene Teams, in kleinen Firmen genügen eine Ansprechperson und ein fester Rhythmus.
Was ist der Unterschied zwischen Corporate Influencer und Employee Advocacy?
Employee Advocacy ist der Oberbegriff für alle Maßnahmen, mit denen Beschäftigte Inhalte ihres Arbeitgebers weitertragen, oft schon durch einfaches Teilen. Corporate Influencer gehen weiter: Sie bauen ein eigenes Profil auf und äußern sich regelmäßig mit eigener Stimme.
Welche Beispiele gibt es für Corporate Influencer?
Im deutschsprachigen Raum wird häufig die Deutsche Telekom genannt, bei der Beschäftigte mit Namen und Gesicht für das Unternehmen auftreten. Genauso gehören dazu die Meisterin, die ihre Lehrlinge vorstellt, oder der Vertriebler, der Fachfragen auf LinkedIn beantwortet.
Bekommen Corporate Influencer ein eigenes Gehalt?
Meist nicht. Die Rolle ist in der Regel keine eigene Stelle, sondern ein freiwilliger Zusatz zur bisherigen Tätigkeit. Manche Arbeitgeber rechnen die dafür nötige Zeit als Arbeitszeit an oder bieten Weiterbildungen an. Wie das geregelt wird, solltet ihr schriftlich festhalten.
Müssen Mitarbeitende mitmachen?
Nein. Persönliche Profile sind Privatsache, deshalb sollte die Teilnahme immer freiwillig bleiben. Erfahrungsgemäß tragen Programme ohnehin am besten, wenn nur Menschen mitwirken, die wirklich Lust darauf haben.
Muss ein Beitrag als Werbung gekennzeichnet werden?
Wer Angebote der eigenen Firma erwähnt, macht das Arbeitsverhältnis am besten sichtbar, zum Beispiel im Profil. Gibt es für Beiträge eine Gegenleistung, ist eine Kennzeichnung als Werbung meist nötig. Im Einzelfall klärt das eine Rechtsberatung.
Braucht ein kleines Unternehmen eine Employee-Advocacy-Software?
Nicht unbedingt. Große Plattformen lohnen sich vor allem bei vielen Teilnehmenden. Kleineren Betrieben reicht oft ein Weg, Neuigkeiten mit Textvorschlag und Bild ans Team zu geben. Genau das erledigt infoboxed mit dem Team-Paket, geteilt per Link und ohne Konto.