Infoboxed · Branchen · Gastronomie · Ideen
Erst probieren lassen, dann auf die Karte.
Ein neues Gericht ist ein Risiko: Einkauf, Vorbereitung, Platz auf der Karte. Wenn deine Gäste vorher abstimmen dürfen, wird aus dem Risiko ein Termin, über den gesprochen wird.
So läuft die Idee mit infoboxed: Du erzählst sie einmal als Drop, und sie erscheint als Push-Meldung, im Brand Hub, auf dem Bildschirm im Lokal und als fertiger Text für Instagram. Ablauf, Beispieltext und Varianten stehen unten.
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Wie der Testlauf zum Anlass wird.
- 01
Wähl einen schwachen Tag und ein Gericht, das du wirklich auf die Karte nehmen würdest. Ein Test, dessen Ergebnis du ignorierst, ist eine Rabattaktion.
- 02
Biete es zum halben Preis an, begrenzt auf diesen Tag, und sag deutlich, dass es ein Testlauf ist.
- 03
Frag aktiv nach der Meinung, am Tisch und danach. Die Antworten sind Marktforschung und der nächste Beitrag zugleich.
Wer mag, lässt die Gäste abstimmen: aus dem Testlauf wird dann die Wahl des nächsten Gerichts.
Neues einführen, ohne ins Risiko zu gehen.
Ein neues Gericht auf die Karte zu setzen ist eine Wette. Diese vier Wege machen daraus einen Test, den die Gäste sogar mögen.
Der halbe Preis am Testtag
So geht sie: Das neue Gericht kostet an einem Tag die Hälfte, dafür willst du eine ehrliche Rückmeldung. Wirkung: Du erfährst in acht Stunden, ob es trägt.
Die kleine Portion zum Probieren
So geht sie: Jeder Tisch bekommt einen Löffel vom Neuen, ungefragt und gratis. Wirkung: kostet fast nichts, und der nächste Besuch beginnt mit einer Erwartung.
Die Wahl zwischen zweien
So geht sie: Zwei Kandidaten, nur einer kommt auf die Karte, die Gäste entscheiden. Wirkung: Aus einem Test wird eine Beteiligung, und beide Gerichte werden bestellt.
Der Abend für Stammgäste
So geht sie: Die neue Karte wird an einem Dienstag nur für Stammgäste gekocht. Wirkung: Du testest vor Publikum, das dir wohlgesonnen ist und trotzdem ehrlich antwortet.
Was den Tag trägt
Der halbe Preis ist nicht der Grund zu kommen. Der Grund ist, als Erster etwas zu probieren und mitzureden.
Sag, dass es ein Test ist
Wer weiß, dass er mitentscheidet, verzeiht Kleinigkeiten und sagt ehrlich seine Meinung. Wer glaubt, das sei das fertige Gericht, bewertet streng.
Nimm das Ergebnis ernst
Wenn zwei Drittel abraten, kommt es nicht auf die Karte. Die Glaubwürdigkeit des nächsten Tests hängt daran.
Erzähl das Ergebnis
Die Auflösung ist der zweite Beitrag: Sie kommt auf die Karte, oder sie kommt nicht, und warum. Das schließt den Kreis.
Testen oder einfach auf die Karte setzen.
| Neues Gericht direkt einführen | Vorher einen Tag testen | |
|---|---|---|
| Was du vorher weißt | nichts, außer der eigenen Vermutung | wie oft es bestellt wird und was gesagt wird |
| Wenn es nicht ankommt | Wareneinsatz für Wochen, dann stille Streichung | ein Tag, danach entscheidest du neu |
| Was die Gäste merken | da ist etwas Neues auf der Karte | sie waren dabei, als es entschieden wurde |
| Einkauf | auf Verdacht für die ganze Saison | erst nach dem Test in Menge |
Was Wirte dazu fragen
Verliere ich dabei Geld?
Am Testtag ja, ein paar Euro je Portion. Dafür sparst du den Fehlgriff auf der Karte, der dich wochenlang Einkauf und Platz kostet.
Wie viele Portionen soll ich ansetzen?
So viele, wie du an einem schwachen Tag normalerweise verkaufst, plus ein Viertel. Ausverkauft ist besser als Reste.
Wie frage ich nach der Meinung?
Am Tisch, kurz und konkret: Würdest du das wieder bestellen? Eine Frage, zwei Sekunden, ehrliche Antwort. Lange Bögen füllt niemand aus.
Kann ich mehrere Gerichte testen?
Nacheinander ja, gleichzeitig nein. Zwei neue Gerichte am selben Tag überfordern Küche und Gast, und das Ergebnis wird unbrauchbar.
Wie viele Portionen brauche ich für einen Test?
Zwanzig bis dreißig reichen, um zu sehen, ob ein Gericht trägt. Weniger ist Zufall, mehr kostet unnötig, solange du es noch nicht auf der Karte hast.
Wie frage ich nach der Meinung?
Direkt am Tisch und mit einer Frage, auf die man nicht nur höflich nicken kann: "Was würden Sie daran ändern?" Das bringt mehr als jeder Fragebogen.
Soll ich sagen, dass es ein Test ist?
Unbedingt. Gäste helfen gern und verzeihen Kleinigkeiten, wenn sie wissen, dass etwas neu ist. Wer es verschweigt, bekommt die Strenge, die einem fertigen Gericht gilt.
Was sonst noch Gäste bringt.
Die Idee steht. Jetzt fehlt nur der Drop.
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