Web-Push als Kommunikationskanal zu deiner Zielgruppe
Web Push Notifications, Push-Nachrichten, Push-Mitteilungen: was gemeint ist
Die Begriffe meinen dasselbe. Ob jemand von Web Push Notifications, Push-Nachrichten oder schlicht von Benachrichtigungen spricht: Gemeint ist immer eine kurze Meldung, die ein Browser anzeigt, nachdem der Besucher sie erlaubt hat. Wir schreiben hier Web-Push-Benachrichtigungen, weil das die gebräuchliche deutsche Schreibweise ist.
Wie Web-Push technisch funktioniert
Der Browser des Besuchers meldet sich über die Push API bei einem Dienst seines Herstellers an, etwa bei Google oder Apple, und gibt dir dafür einen Endpunkt und zwei Schlüssel. Willst du Benachrichtigungen senden, schickst du die Mitteilung verschlüsselt an diesen Endpunkt, den Rest erledigen diese Push Services. Du erfährst dabei nie, wer dahintersteckt: kein Name, keine Adresse, keine Telefonnummer. Genau deshalb sind Web-Push-Mitteilungen der einzige Kanal, der ohne Daten des Empfängers auskommt, auch wenn technisch immer Dienste von Drittanbietern beteiligt sind.
Warum die Adresse so wichtig ist
Die Erlaubnis gilt immer nur für die Adresse, auf der sie erteilt wurde, inklusive Subdomain. Deshalb verlieren Unternehmen beim Umzug von einer Domain auf eine andere regelmäßig ihre gesamte Liste, ohne es vorher zu wissen. Wer das vermeiden will, sammelt Abos auf einer Adresse, die bleibt. Bei infoboxed ist das deine eigene Brand-Hub-Adresse, die auch dann weiterläuft, wenn deine Website gerade umgebaut wird.
Was Web-Push-Benachrichtigungen bringen
Die Klickraten liegen deutlich über denen eines Newsletters, weil die Mitteilung auf dem Sperrbildschirm landet und nicht in einem Postfach mit hundert anderen. Dafür ist die Aufmerksamkeit kurz: Entweder der Klick kommt in den ersten Minuten oder gar nicht. Rechne also nicht mit einer Conversion-Rate wie bei einer durchgeplanten Kampagne, sondern mit zusätzlichem Traffic auf genau die Seite, die du verlinkst. Für Kundenbindung taugt der Kanal besonders dann, wenn die Nachricht einen Anlass hat, den deine Zielgruppe ohnehin erwartet.
Was mit anderen Marketing-Kanälen zusammenspielt
Push ersetzt keinen Newsletter und keine Kampagne, es schließt die Lücke dazwischen. Wer noch keine Adresse hinterlassen hat, bleibt sonst unerreichbar; per Push kannst du genau diese Besucher erneut ansprechen und sie später über den Brand Hub zu Mitgliedern machen. Für Betriebe, die Leads generieren wollen, ist das oft der einzige Kanal ohne Formular.
Wie oft senden, ohne zu nerven
Push ist der direkteste Kanal, den es gibt, und damit der empfindlichste. Eine Nachricht am Tag ist die Obergrenze, eine pro Woche reicht meistens. Entscheidend ist der Anlass: Etwas ist neu, etwas läuft ab, etwas ist nur für kurze Zeit zu haben. Wer stattdessen Grüße verschickt, bekommt keine Beschwerde, sondern Stille, weil Browser die Erlaubnis still entziehen, sobald niemand mehr tippt.
Web und mobile: was auf dem iPhone anders ist
Apple erlaubt Web-Push-Notifications seit iOS 16.4, aber nur wenn die Seite als App auf dem Home-Bildschirm liegt. Der Abo-Dialog erkennt das Smartphone oder Tablet und erklärt in zwei Sätzen, wie es geht. Auf einem Android-Gerät, unter Windows und am Mac funktioniert Browser-Push direkt, ohne Umweg über Apps.
Was infoboxed nicht macht
Es gibt keine Segmente nach Verhalten, keine automatisierte Kampagnenstrecke mit personalisierten Push-Nachrichten und keine Mitteilung, die nur an Besucher einer bestimmten Unterseite geht. Wer so etwas braucht, ist bei einem spezialisierten Push-Dienst besser aufgehoben. Hier geht es darum, dass deine Message auch den erreicht, der gerade nicht auf deiner Seite ist, ohne dass du dafür ein weiteres Werkzeug pflegst.