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Infoboxed · Starterbox · How-To

How-To: Social Media Redaktionsplanung in sieben Schritten.

Die meisten fangen mit der Tabelle an und wundern sich, warum sie nach vier Wochen leer ist. Redaktionsplanung beginnt zwei Schritte früher und endet nicht mit dem Anlegen, sondern mit einem festen Termin in der Woche. Diese Anleitung geht den ganzen Weg durch, mit einer Prüfzeile nach jedem Schritt.

Die Anleitung unten ist kostenlos und ohne Anmeldung, mit Vorlage, Beispiel und den häufigsten Fehlern. Wer es schneller will: infoboxed macht aus ein paar Stichworten den fertigen Text und bringt ihn in alle Kanäle.

Kostenlos anmelden und die Woche füllen lassen

Die Schritte eins bis drei bleiben deine Entscheidung. Beim Sammeln und Schreiben hilft infoboxed.

Weiter geht es in der App: kostenlos, ohne Passwort und ohne Kreditkarte. Details in der Datenschutzerklärung.

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Die Anleitung

Von der Frage „was posten wir?" zur gefüllten Woche.

Die Reihenfolge ist nicht beliebig. Jeder Schritt setzt den vorherigen voraus, und wer einen überspringt, merkt das spätestens bei Schritt sechs.

  1. Festlegen, was die Beiträge leisten sollen

    Bevor irgendwo ein Datum steht, braucht es eine Antwort auf die Frage, wofür der Aufwand gut sein soll. Nicht „mehr Reichweite", sondern etwas, das mit den Unternehmenszielen zu tun hat: mehr Anfragen über das Kontaktformular, mehr Bewerbungen, mehr Stammgäste unter der Woche, weniger Rückfragen am Telefon.

    Dieser Satz entscheidet später jede Zweifelsfrage. Wenn unklar ist, ob ein Beitrag in den Plan gehört, hältst du ihn gegen dieses Ziel.

    Fertig, wenn du in einem Satz sagen kannst, was in sechs Monaten anders sein soll.

  2. Kanäle ehrlich auswählen

    Der häufigste Fehler steht am Anfang: vier Kanäle anlegen, weil es sie gibt. Ein Kanal, der dreimal die Woche bespielt wird, bringt mehr als vier, die alle zwei Monate etwas bekommen.

    Frag nicht, wo deine Zielgruppe theoretisch ist, sondern wo du selbst regelmäßig hinschaust. Was du nicht liest, bespielst du auch nicht gut. Für die meisten kleinen und mittleren Betriebe sind das ein bis zwei Kanäle plus die eigene Seite.

    Fertig, wenn die Liste der Kanäle kürzer ist, als dir lieb ist.

  3. Drei bis fünf Themensäulen bestimmen

    Themensäulen sind die wiederkehrenden Rubriken, aus denen sich der Plan speist. Sie verhindern, dass jede Woche bei null angefangen wird. Bewährt haben sich Säulen, die sich aus dem Alltag füllen lassen: Arbeit zeigen, Menschen vorstellen, Fragen beantworten, Anlässe nutzen, Angebote nennen.

    Jede Säule sollte eine echte Frage deiner Kundschaft beantworten. Eine Säule, für die jemand recherchieren muss, fällt als Erstes aus.

    Fertig, wenn du zu jeder Säule drei Beispiele aus den letzten zwei Wochen nennen kannst.

  4. Ideen laufend sammeln, nicht am Montag suchen

    Das ist der Schritt, an dem Redaktionsplanung steht oder fällt, und der einzige, der nicht in einem Termin erledigt wird. Ideen entstehen verteilt über die Woche: eine Frage im Verkaufsgespräch, ein Foto aus der Werkstatt, eine neue Bewertung, ein Termin im Kalender.

    Entscheidend ist ein einziger Ort, an dem alles landet, und dass er immer griffbereit ist. Eine Notiz-App am Handy reicht. Wer Ideen im Kopf behält, hat am Montag keine.

    Ideenvorschlag in infoboxed mit Knoepfen zum Merken und Verwerfen
    Wer keinen Sammelort hat, kann sich die Ideen auch vorschlagen lassen: nach rechts gemerkt, nach links verworfen.

    Fertig, wenn der Sammelort nach einer Woche mindestens zehn Einträge hat.

  5. Takt und Deadlines festlegen

    Jetzt erst kommt die Frequenz, und zwar die, die du in einer vollen Woche noch schaffst, nicht die aus einem Ratgeber. Zwei Beiträge pro Woche über ein Jahr schlagen fünf pro Woche über zwei Monate.

    Zum Takt gehören Deadlines: Wann muss der Text stehen, wann das Bild, wann die Freigabe? Ein Beitrag, der am Erscheinungstag beginnt, erscheint meistens nicht. Trag die Deadline ein, nicht nur das Veröffentlichungsdatum.

    Fertig, wenn zu jedem geplanten Beitrag zwei Daten stehen: fertig bis, und online am.

  6. Die nächsten zwei bis vier Wochen füllen

    Hier entsteht die eigentliche Tabelle. Du nimmst die gesammelten Ideen, ordnest jeder eine Säule zu und verteilst sie so, dass sich Themen nicht häufen. Je Zeile: Datum, Kanal, Format, Botschaft in einem Satz, Handlungsaufforderung, zuständige Person, Status.

    Weiter als vier Wochen zu planen, lohnt selten. Was weiter weg liegt, bleibt grob: feste Anlässe im Jahreskalender, sonst nichts. Welche Spalten eine Tabelle braucht und wie eine fertige Woche aussieht, steht im Redaktionsplan mit Vorlage zum Kopieren.

    Fertig, wenn keine Zeile mehr ein leeres Feld hat, auch nicht bei der Zuständigkeit.

  7. Den Wochentermin einrichten

    Dreißig Minuten, immer am selben Tag. Drei Fragen: Was ist erschienen? Was ist liegengeblieben und warum? Was kam ungeplant dazu, das in den Plan gehört?

    Dieser Termin ist der Unterschied zwischen einer Planung, die lebt, und einer Tabelle, die jemand im Februar angelegt hat. Er gehört in den Kalender wie ein Kundentermin, mit Namen und Uhrzeit.

    Fertig, wenn der Termin als Serie im Kalender steht und eine Person namentlich dafür zuständig ist.

Mit infoboxed

Die Entscheidungen bleiben deine. Die Fleißarbeit nicht.

Ziele, Kanäle und Themensäulen legst du selbst fest, dabei nimmt dir kein Werkzeug etwas ab. Was infoboxed übernimmt, sind die drei Schritte, an denen Redaktionsplanung in der Praxis scheitert: Ideen finden, Texte schreiben und den Überblick behalten.

  • Ideen kommen zu dir

    Vorschläge aus Feiertagen, deinem Team, häufigen Kundenfragen, neuen Bewertungen und bald endenden Aktionen. Nach links verwerfen, nach rechts merken. Damit entfällt die Suche am Montag.

Und weil ein Plan selten nur aus Social Media besteht: Presse, Stellenanzeigen, Termine und Aktionen laufen im selben Plan mit. Wie das zusammenhängt, zeigt die Startseite.

Der Rhythmus

Nach der Einrichtung bleiben vier Handgriffe.

Die Schritte eins bis drei macht man einmal und schaut höchstens zweimal im Jahr darauf. Was bleibt, ist ein kleiner Kreislauf, der sich jede Woche wiederholt.

  1. 01

    Sammeln. Läuft nebenher, die ganze Woche. Alles kommt an denselben Ort, ungefiltert.

  2. 02

    Einsortieren. Im Wochentermin: jede neue Idee bekommt eine Säule und einen groben Zeitpunkt.

  3. 03

    Festlegen. Die übernächste Woche wird konkret, mit Datum, Kanal und Zuständigkeit.

  4. 04

    Nachziehen. Was ist erschienen, was fiel aus, was muss nachrücken.

Wer diesen Kreislauf hält, braucht nie wieder eine große Planungssitzung. Wer ihn unterbricht, merkt es ungefähr drei Wochen später an leeren Zeilen.

Zuständigkeit

Eine Person mit Hut, und zwei, die zuarbeiten.

Redaktionsplanung scheitert selten am Können und fast immer an der Zuständigkeit. In kleinen Betrieben reichen drei Rollen, die auch zwei Menschen übernehmen können.

Wer den Hut aufhat

Hält den Wochentermin, pflegt den Plan, erinnert an Deadlines. Muss nicht die beste Texterin sein, sondern die verlässlichste Person. Ohne diese Rolle verwaist jeder Plan.

Wer zuliefert

Alle, die etwas sehen: aus dem Verkauf, aus der Werkstatt, aus dem Service. Sie müssen nichts schreiben, nur melden. Je niedriger die Hürde, desto mehr kommt.

Wer freigibt

Eine Person, nicht drei. Mehrere Freigaben verdoppeln die Laufzeit und verwässern den Ton. Bei heiklen Themen holt die freigebende Person Rat, aber sie entscheidet.

Steht die Zuständigkeit nicht namentlich fest, übernimmt sie niemand. „Das Team" ist keine zuständige Person.

Fehler

Fünf Fehler in der Redaktionsplanung.

  • Mit der Tabelle anfangen. Die Spalten sind der einfache Teil. Ohne Ziel und Säulen füllt sie sich nicht.
  • Zu weit planen. Ein Plan über drei Monate ist nach zwei Wochen überholt und demotiviert, weil ständig etwas verschoben werden muss.
  • Nur Werbung einplanen. Wenn jede zweite Zeile ein Angebot ist, sinkt die Reichweite, und die Angebote wirken auch nicht mehr.
  • Den Sammelschritt auslassen. Dann ist jede Planung ein Neuanfang, und der dauert dreimal so lang.
  • Den Wochentermin ausfallen lassen. Einmal ist egal, zweimal ist das Ende. Lieber fünfzehn Minuten als gar nicht.

Was macht infoboxed daraus?

Die Schritte eins bis drei bleiben deine Entscheidung, dabei nimmt dir niemand etwas ab. Beim Sammeln und Füllen sieht es anders aus: infoboxed schlägt jede Woche Ideen aus deinen eigenen Anlässen vor, du wischst dich durch und merkst dir die passenden. Aus einer gemerkten Idee werden die Texte je Kanal, die du nur noch freigibst. Der Wochentermin bleibt, er wird nur kürzer.

Fragen

Häufige Fragen zur Social Media Redaktionsplanung

Was ist Social Media Redaktionsplanung?

Die wiederkehrende Arbeit, aus Zielen und losen Ideen konkrete Beiträge mit Datum, Kanal und zuständiger Person zu machen. Der Redaktionsplan ist das Ergebnis, die Redaktionsplanung ist der Vorgang: sammeln, einsortieren, festlegen und wöchentlich nachziehen.

Wie beginne ich mit der Redaktionsplanung?

Nicht mit der Tabelle, sondern mit zwei Entscheidungen: was die Beiträge für das Unternehmen leisten sollen und welche Kanäle du über Monate wirklich bespielen kannst. Erst danach lohnt es sich, Themensäulen festzulegen und Ideen zu sammeln.

Wie lange dauert die Redaktionsplanung pro Woche?

Nach der einmaligen Einrichtung von zwei bis drei Stunden braucht die laufende Planung etwa dreißig Minuten pro Woche. Das meiste davon ist nicht Planen, sondern Nachziehen: prüfen, was erschienen ist, und die nächste Woche füllen.

Wie viele Themensäulen braucht man?

Drei bis fünf. Weniger wird eintönig, mehr lässt sich nicht durchhalten. Jede Säule sollte eine Frage beantworten, die deine Kundschaft wirklich hat, und sich aus dem Alltag speisen lassen, ohne dass jemand recherchieren muss.

Wie weit im Voraus plant man Social Media?

Grob für das Jahr, genau für zwei bis vier Wochen. Der grobe Jahresblick hält feste Anlässe fest, die genaue Planung bleibt kurzfristig genug, damit Spontanes noch Platz hat.

Was tun, wenn die Planung nach ein paar Wochen einschläft?

Fast immer fehlt einer von zwei Schritten: das laufende Sammeln von Ideen oder der feste Wochentermin. Ohne Sammeln ist die Planung jede Woche ein Neuanfang, ohne Termin verschiebt sie sich so lange, bis sie ausfällt.

Die Reihe

Weitere How-Tos

Anleitungen, die eine Aufgabe von vorne bis hinten durchgehen, mit Prüfzeile nach jedem Schritt.

Social Media Redaktionsplanung

Sieben Schritte von den Zielen bis zum Wochentermin, der die Planung am Leben hält.

Alle Anleitungen in der Starterbox

Pressemitteilung, Stellenanzeige, Redaktionsplan, Gewinnspiel und mehr, jeweils mit Vorlage.

Leonhard Pleschberger

Über den Autor

Leonhard Pleschberger ist CEO von Einfachmarketing, dem Unternehmen hinter infoboxed. Er bringt mehr als 15 Jahre Erfahrung im digitalen Marketing mit: bei Microsoft, als Head of Digital einer internationalen Werbeagentur, als Head of Marketing bei refurbed und als Country Manager Austria bei Fiverr.

Zuletzt aktualisiert am · LinkedIn

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